Entscheidung der Raiffeisenbank begrüßenswert

Die Oberurseler Jusos halten es für lobenswert, dass die Raiffeisenbank der Oberurseler AfD-Fraktion kein Konto gewährt. Leonard Creutzburg, Sprecher der Jusos Oberursel, sieht darin ein „wichtiges Signal“. Auch Sprecherin Sandra Baumann teilt diese Ansicht: „Es ist außerordentlich wichtig, dass sich die gesamte demokratische Zivilgesellschaft gegen Rechtspopulismus positioniert – dazu gehören eben auch privatwirtschaftliche Kreditinstitute. Wir Jusos heißen die Entscheidung der Raiffeisenbank Oberursel daher gut!“

Dass die AfD infolge des Beschlusses ‚Solidarität unter Demokraten‘ eingefordert hat, hält die SPD-Jugend für „grotesk und aberwitzig“. „Die Äußerungen eines Herrn Höcke ließen schon immer auf nationalistisches und antidemokratisches Gedankengut schließen. Dass nun auch die Parteivorsitzende Petry den Begriff ‚völkisch‘ wieder ‚positiv besetzen‘ möchte, zeigt abermals: die Partei bewegt sich eindeutig am rechtsextremen Rand“, so Creutzburg.

Die Jusos würden sich freuen, wenn künftig mehr zivilgesellschaftliche Akteure so eindeutig Position gegen die AfD bezögen, wie es die Raiffeisenbank in Oberursel tat. „Es ist ungemein wichtig, dass die rechtspopulistischen Aussagen der AfD von den demokratischen Parteien im politischen Diskurs in den Parlamenten als solche entlarvt werden, aber auch die Zivilgesellschaft ist gefragt. Nur gemeinsam können wir Rechtspopulismus und –extremismus stoppen – und dies beginnt auf kommunaler Ebene“, erklärt Baumann abschließend.